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DIE Reinigung

INIPI Indianische Schwitzhütte nach der Lakota/Sioux Tradition

wenn immer möglich, nehme ich seit dem schwitzhüttenseminar im frühling 1999 auf dem mmt. soleil an dieser zeremonie teil. mit dem medizinmann der sioux, archie fire lamme deer, der sohn von tahca usthe wurde ich während einer woche in die tradition der indianischen schwitzhütte eingeführt. es ist für mich die wundervollste möglichkeit mich mit mutter erde zu verbinden, und gemeinsam für mutter erde und allem leben darauf zu beten.

INIPI Indianische Schwitzhütte

an meinem dreissigsten geburtstag, lud ich meine freunde, verwandten und bekannten zu einer schwitzhütten zeremonie auf den mmt. soleil ein. eine traumhafte sache, meine engsten leute zusammen in der hütte vereint zu haben, gemeinsam zu singen und beten und das an meinem geburtstagsfest. es ist sogar noch zu einer chanupa runde gekommen. chanupa bedeutet auf lakota die heilige pfeiffe. nach einigen reinigungsrunden in der hütte wurde die pfeiffe angezündet und im kreis herum gegeben. damit werden die gebet noch verstärkt und mit dem rauch zu wakan tanka, dem grossen mysterium gebracht.

schon damals, als ich bei den ersten pfeiffenzeremonien mit dabei war, entfachte in mir der wunsch, selber ein pfeiffenträger zu werden.

einmal, als ich die gruppen pfeiffe in meiner obhut hatte, erlebte ich etwas noch nie dagewesenes. ich kannte damals das pfeiffenritual noch nicht, packte also diesen beutel nie aus, ich hielt ihn jeweils in den händen und spürte schon so diese unglaubliche macht und kraft. als ich auf dem bett lag, die pfeiffe auf meinem bauch und so meditierte und betet, setzte sich „jemand“ neben mir aufs bett. ich spürte und fühlte die anwesenheit vom lieben gott persönlich. es durchliefen mich gefühle und stimmungen die ich nicht fähig bin, hier niederzuschreiben.

hatte ich tatsächlich ein gespräch mit gott persönlich?

ihr solltet wissen, dass die heilige pfeife für uns wie eine telefonleitung zur quelle ist. noch mehr, seit ich selber dieses ritual durchführe, entdecke ich, dass es wie eine adsl* leitung nach oben ist.

in diesem sommer wurde mein wunsch und traum nach jahren realität. ich nahm überraschend spontan an einem week-end mit wyni teil. er ist italo-deutscher und lebt verheiratet mit einer lakota frau seit jahren im reservat in amerika. jedes jahr macht er in europa in verschiedenen länder lowampi und juwipi zeremonien. ich hatte das glück, bei diesen heilungszeremonien und „geisteranrufungen“ mit dabei zu sein. ich wurde zeuge der unglaublichsten dingen, wie ich sie mir bis jetzt kaum erträumt habe oder nur im film gesehen habe.

bei dieser gelegenheit konnte ich das pfeiffenritual ausführlich kennenlernen. es bot sich die chance, (m)eine pfeiffe zu erwerben, welche von einem lakota pfeiffenbauer gefertigt wurde. dass gife-away durchzuführen und meine chanupa von den spirits berühren zu lassen, was dieses "instrument" erst zu einem heiligen werkzeug macht. zuvor ist es einfach ein stück esche und ein geschliffener stein. nach der zeremonie und der berührung durch die spirits wurde die pfeiffe das erste mal geladen und in der grossen runde zum rauchen herumgegeben. seither führte ich die stärksten und schönsten gebetszeremonien und dankesrituale schon mehrmals durch. es öffnet mir jeweils das herz so ungemein, dass ich schon öfters trännenüberstromt zum grossen mysterium, mit dem der alles schuf am komunizieren bin. danach bin ich jedesmal total erfüllt und glücklich. Ich bin dann jeweils ganz ich selber, überglücklich und gottenfroh auf der erde zu sein, hier zu wirken. ich fühle mich jedes mal extremer als teil des ganzen, eingebetet in den grossen plan mit meiner aufgabe.

eine wunderbare sache und ich bin so "stolz" auf mich, dass ich mich dieser herausforderung gestellt habe.

*adsl = extrem schnelle und kapazitätreiche datenleitung für computer